Nordsee
 

Noordoostpolder

Der Noordoostpolder, ein rund 50.000 ha großes Marschgebiet wurde dem Ijsselmeer abgerungen, war bis 1942 trockengelegt und gehört zu Flevoland, der jüngsten Provinz der Niederlande. In den letzten Jahrzehnten entstand auf dem Polder fruchtbares Acker- und Weideland. Große Obstplantagen und Blumenfelder wurden angelegt. Naturschutzgebiete entstanden, in denen sich Flora und Fauna gut entwickeln konnte und Zugvögel auf dem Weg nach Süden hier einen guten Rastplatz finden. Das fruchtbare Marschland liegt zwischen 4,50 m und 5,70 m unter dem Meeresspiegel. Das Poldergebiet wird von vielen Kanälen und Wasserstraßen durchzogen und die Entwässerung wird durch Schleusen und Pumpstationen geregelt. An den vielen Randseen vor der Küste gibt es Strände, die zum Baden und Wassersport einladen.

Emmeloord

Der Hauptort des Noordoostpolders ist Emmeloord und wurde durch seine vielen Obstplantagen und dem Blumenanbau zum bedeutenden Agrarzentrum. Besonders im Frühling erfreuen die Besucher die tausenden blühenden Obstbäume und die prächtigen Hyazinthen- und Tulpenfelder. Hinter den Plantagen liegen ausgedehnte Wälder, die durch Wanderwege, Rad- und Reitwege erschlossen sind.
Das Städtchen Emmeloord wird vom 65 m hohen Polderturm überragt, der zugleich Wasser- und Glockenturm ist und ein Glockenspiel mit 48 Glocken besitzt. Im Sommer werden oft Glockenspielkonzerte geboten. Östlich von Emmeloord befindet sich der kleine Ort Luttelgeest mit dem Orchideenhoeve. Hier werden auf einer Fläche von 30.000 qm farbenprächtige Orchideen gezüchtet, die auch von Urlaubern der niederländischen Nordsee gern bewundert werden.

Schokland

Schokland war bis zur Trockenlegung des Noordoostpolders eine Insel in der Zuidersee. Die Insel war schon immer vom Meer bedroht. Ihre Bewohner errichteten jahrhundertelang ihre Häuser auf Warften, um sich vor den Fluten des Meeres zu schützen. Die Bewohner der Insel wurden 1859 wegen einer Sturmflut evakuiert, nur die Kirche blieb erhalten.
Die ehemalige Fischerinsel Schokland, die heute nur noch als Hügel in der Landschaft zu erkennen ist, gehört seit 1995 zum Weltkulturerbe der UNESCO. In der ehemaligen Kirche und in weiteren Gebäuden ist das „Museum Schokland“ eingerichtet. Geologische Sammlungen und archäologische Funde aus dem Gebiet der ehemaligen Zuidersee sowie heimatkundliche Sammlungen dokumentieren die Inselgeschichte Schoklands.

Urk

Auch Urk ist eine ehemalige Insel der Zuidersee und seit der Trockenlegung des Noordoostpolders mit dem neugewonnenen Festland verbunden. Urk ist die älteste Gemeinde von Flevoland. Im Jahre 966 wurde sie erstmals urkundlich erwähnt.
Die Menschen lebten schon immer vom Fischfang. Im Lauf der Jahrhunderte entwickelte sich eine Fischfangflotte, die heute noch zu den größten der Niederlande gehört und die Fischauktion von Urk ist die größte ihrer Art in Westeuropa. Fische und Meeresfrüchte werden in alle Länder exportiert. In den Gaststätten und Fischrestaurants des Ortes ist der fangfrische Fisch sehr beliebt.
Die malerischen Gassen des Fischerortes mit den traditionellen, grün und braun gestrichenen Häusern, der lebhafte Fischereihafen und der runde, weiße Leuchtturm verleihen dem Ort einen besonderen Charme.
Im alten Rathaus von Urk ist das heimatgeschichtliche Museum untergebracht. Wechselausstellungen mit ortstypischen Trachten, die auch heute noch zu besonderen Anlässen und an Festtagen getragen werden, dokumentieren die Dorfgeschichte. Eine original eingerichtete Fischerwohnung von 1930, eine Segelmacherei und ein alter Tante-Emma-Laden können besichtigt werden.
Am Ort gibt es einen Fahrradverleih. Vom Urker Hafen aus bietet ein Ausflugsschiff Rundfahrten im Ijsselmeer an und mehrmals täglich besteht eine Verbindung zum Hafen Enkhuizen in Noord Holland.

weitere Informationen:
Lelystad / Dronten

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